Eine Woche gemeinsames Lernen- Schüler der Louis-Braille-Schule nehmen am Unterricht unserer Gesamtschule teil

Seit Jahren floriert die Kooperation zwischen unserer Gesamtschule und der Louis-Braille-Schule Düren. Verschiedene gemeinsame Projekte und regelmäßige Besuche der jeweils anderen Schule sind fester Bestandteil im Schulprogramm beider Schulen. In der Woche vor den Osterferien haben beide Schulen nun einen weiteren Schritt in der Zusammenarbeit umgesetzt. Fünf Tage lang nahmen blinde oder sehbehinderte Schülerinnen und Schüler der Louis-Braille-Schule am Unterricht unserer Schülerschaft teil.

Das Projekt erwuchs aus dem Gedanken, dass die besondere Fachkompetenz des Kollegiums der LBS und die seit Jahren gepflegte Integration von behinderten und Schülern ohne Handicap in die Gesamtschule planvoll zusammengeführt werden sollten. Inklusion nicht verordnet, aber mit Leben erfüllt, war erneut der treibende Gedanke, den die beiden Schulleiter Wolfgang Franz und Hermann-Josef Gerhards mit ihren Kollegien umsetzten. So ergab sich die Fortführung des Chorprojektes vor Jahresfrist.

Nach ausführlicher Vorbereitung der didaktischen, methodischen und durchaus schwierigen organisatorischen Erfordernisse begrüßten unsere Gesamtschüler ihre 10 Gastschülerinnen und –schüler freudig. Für die begleitenden Lehrkräfte war ein eigener Arbeitsraum eingerichtet worden, so dass im Bedarfsfall auch ein stetiger Ansprechpartner sofort gefunden werden konnte.

Durchaus schwierig war es für die Schulgemeinde der Gesamtschule, sich auf die besonderen Erfordernisse für blinde Schüler einzustellen:

  • Treppensteigen musste begleitet werden
  • jeder Weg bedurfte der Hilfe
  • Arbeitsblätter, Tafelbild und das Projizierte mussten vorgelesen und erklärt werden
  • auch der Toilettengang bedurfte der Hilfe
  • sogar das Essen in der Mensa hatte seine Tücken.

Wenn viele Bereiche als lösbar und bereichernd empfunden wurden, dann deshalb, weil die behinderten Schüler von fachkompetenten FörderschullehrerInnen begleitet wurden. „Inklusion kann nicht den „Selbstheilungskräften des pädagogischen Marktes" überlassen werden, sondern bedarf der verantwortbaren Begleitung der Fachkräfte", fassten die beiden Schulleiter den Rückblick und den Ausblick auf die Entwicklung der Schullandschaft zusammen.

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