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Verantwortung übernehmen

Schule der Vielfalt

Die Stärke unseres Landes ist die Vielfalt. Dazu gehören neben verschiedenen Ethnien, Religionen und Kulturen auch Hetero- und Homosexualität. Toleranz für vielfältige und unterschiedliche Lebensweisen vermitteln – dafür ist die Schule der richtige Platz.
Thomas Kufen
Die Initiative „Schule ohne Homophobie“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Diskriminierung und Gewalt gegenüber Lesben und Schwulen. Das begrüße ich, weil das leider noch immer notwendig ist.
Prof. Dr. Rita Süssmuth

Im Rahmen der fünften SV-Tagung unserer Schule wurde die Gesamtschule Niederzier/Merzenich vom Netzwerk SchLAu zur zweiten Schule deutschlandweit mit dem Prädikat „Schule der Vielfalt - Schule ohne Homophobie“ ausgezeichnet.

SchülerInnen aller Nationalitäten, Religionen und aller sexueller Neigungen sollen gerne und ohne jegliche Form der Diskriminierung zur Schule gehen können. Rassistische und sexistische Äußerungen finden dank einer aufmerksamen Schülerschaft und eines einschreitenden Kollegiums auf unserer Schule keinen Nährboden. Dies zeigt auch die steigende Zahl an öffentlichen Bekenntnissen von Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler zu ihrer Homosexualität.

Unsere Beratungslehrer*innen stehen allen SchülerInnen bei jeglichen Fragen zur persönlichen und schulischen Entwicklung und Identität jeder Zeit zur Verfügung.

70 Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer besuchen Theaterstück gegen Homophobie

Mit einem Ausflug in die Kölner Comedia zeigten Schülerinnen unserer Gesamtschule ein weiteres Mal ihr soziales Engagement. Gemeinsam besuchte eine größere Schülergruppe verschiedenen Alters in Begleitung der Elternpflegschaftsvorsitzenden Marion Wynands, einiger Eltern und Lehrer die englische Liebeskomödie "Beautiful Thing" im Rahmen der Kampagne "Schule ohne Homophobie - Schule der Vielfalt" (Homophobie = Feindseligkeit gegen Homosexuelle).

Die Aufführung handelt von den zwei 15jährigen Jungen Jamie und Steve "Ste", welche im Südosten Londons leben. Beide von alleinerziehenden Elternteilen aufgezogen, lebt Steve bei seinem alkoholabhängigen Vater und Jamie direkt nebenan bei seiner Mutter. Als Jamies Mutter Steve nach Streit im Elternhaus über Nacht bei sich aufnimmt, müssen sich die beiden Jungen ein Bett teilen. Es entwickelt sich nun eine Zuneigung zwischen den beiden, mit der jedoch vor allem Ste, von seinem Vater oft als "Tunte" oder "Schwuchtel" beschimpft, nur sehr schwer umzugehen lernt.

"Bist du schwul?" Mit der Frage beschäftigt sich das Theaterstück auf ironische Weise. Es erzählt von den Problemen Homosexueller mit sich selbst, ihren Familien, Freunden, der Liebe und der Verachtung durch Andere, ohne jedoch den Ernst der Situation zu kaschieren. In dem Stück bricht für Jamies Mutter auch zunächst eine Welt zusammen, jedoch kann sie sich arrangieren und setzt sich für die Liebe ihres Sohnes ein, sodass ein Happy End nicht ausbleibt.

Bei der Ankunft am und der Rückkehr zum Kölner Hauptbahnhof erlebte die Delegation ein großes Polizeiaufgebot, denn zeitgleich fand in Köln eine antifaschistische Demonstration statt. Der Entschluss, das Theater zu besuchen, geht Hand in Hand mit dem Entschluss der SV-Tagung letzten Jahres, mehr Einsatz für die Wertschätzung sexueller Orientierung und Identität anderer zu zeigen. Diese Initiative wird gefördert von der Ministerin für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW.

Schlagwort(e): Verantwortung

Kontakt: Christiane Jeß

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