Philosophiekurs besucht KI-Ausstellung

Selbst Robert Lembkes Lieblingssatz musste herhalten - auf einer der zahlreichen interaktiven Plattformen der KI-Ausstellung im Deutschen Museum in Bonn war der legendäre Ausspruch „Welches Schweinderl hätten sie denn gern“ aus der Quizshow „Was bin ich?“ Ausgangspunkt eines Experiments mit künstlicher Intelligenz. Der Philosophiekurs Q1 nutzte unter Leitung von Katharina Birrong und Hobbyphilosoph Guido Müller diese und viele andere Ausprobiermöglichkeiten, um dem Wirken und Möglichkeiten künstlicher Intelligenz einen Schritt näher zu kommen.

Die Unterstützungsmöglichkeiten, aber auch die Gefahren selbstdenkender Maschinen waren schon im Rahmen der Unterrichtsreihe „Der Mensch als Natur- und Kulturwesen“ thematisiert worden. Wir haben uns gefragt, wie sich die Definition des Menschen ändern muss, wenn er irgendwann vielleicht mal mit KI verschmilzt. Nun ließen sich im Museum zahlreiche Beispiele für die Wirkweise moderner Maschinen erproben - von Alexa über selbstfahrende Autos bis hin zu eigenständig komponierenden Computern.

In einer je halbstündigen Führung wurden die Kursmitglieder zuerst durch die Abteilungen „neuronale Netzwerke“ und „künstliche Intelligenz“ geführt, bevor sie dann eigenständig mit den Computern ausprobieren konnten. Dabei stand immer wieder im Vordergrund, zu welch erstaunlichen Qualitäten der Computer, mit den richtigen Informationen gefüttert, imstande ist. Dies wurde unter anderem bei der Maschine deutlich, die in der Lage ist, eigenständig Symphonien großer Komponisten wie Beethoven täuschend ähnlich fortzuführen - oder an einem Identifikationscomputer, der aufgrund komplexester neuronaler Berechnungen Gegenstände identifizieren kann. Oft sehr mathematisch, aber auch immer wieder faszinierend waren die Plattformen, die die Fähigkeiten der entwickelten Systeme unter Beweis stellten.

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Der Philosophiekurs wollte aber natürlich auch darüber diskutieren, wo die Fähigkeiten der Maschinen menschliches Zusammenleben gefährden. Jason Scherberich stellte eigene Erfahrungen mit der Überwachungsmentalität von Alexa zur Diskussion. Auch die Kenntnisse selbstfahrender und Gefahren berechnender Autos wurden kritisch beleuchtet.

„Die Ausstellung hat gezeigt, wie beeindruckend und machtvoll zugleich künstliche Intelligenz in unser Leben eindringen kann und dass die Entwicklung einer ethisch reflektierten Haltung dazu enorm wichtig ist!“, erklärt Kurslehrerin Katharina Birrong.

Einen besonders deutlichen Kontrast zu den Entwicklungen von KI und Technik bildete die (Mini-)Ausstellung zur Entwicklung von Technik von den 50er-Jahren bis heute die sich der Kurs abschließend ansah. Ein eindrucksvolles Referat durch Herrn Müller über Meister Eder und seinen Pumuckl bildete den nostalgischen Abschluss einer schönen Exkursion.

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