1 Präambel

Die pädagogische Arbeit der Gesamtschule Niederzier/ Merzenich basiert auf einer Kultur der Achtung und Toleranz, der Gewaltfreiheit, der Weltoffenheit. Unsere Schule ist eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage", eine „Schule der Vielfalt" und eine „Weltethos-Schule".

Die Bildung und die Erziehung der Schülerinnen und Schüler stehen im Zentrum der pädagogischen Arbeit. Schülerinnen und Schüler erwerben und festigen Kompetenzen, die sie zu lebenslangem Lernen befähigen. Dabei sollen sie zu selbstbewussten, eigenverantwortlichen und sozial verantwortlichen Persönlichkeiten reifen können.

Weltoffenheit und interkulturelles Lernen werden gefördert. In diesem Kontext haben die Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten, andere Sprachen zu lernen und andere Kulturräume kennen zu lernen, unterstützt durch den Austausch mit Partnerschulen.

Individuelle Förderung und selbstständiges Lernen sind wesentliche Kennzeichen des Unterrichts und des schulischen Lebens. Die soziale Stabilität der Klassen hat einen hohen Stellenwert.

Die gezielte und individuelle Hinführung zum Berufsleben im Rahmen eines sehr differenzierten Konzepts der Studien- und Berufswahlorientierung ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit an unserer Schule.

Die Schule versteht sich als Teil des kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Umfelds. Sie öffnet sich nach außen und arbeitet mit verschiedenen Partnern, vor allem aus der näheren Umgebung, aus Kultur und Wirtschaft zusammen.

Die Gesamtschule Niederzier/Merzenich ist eine Ganztagsschule.

Die Erziehung und Bildung der Schülerinnen und Schüler ist das gemeinsame Ziel der Lehrerinnen, Lehrer und Erziehungsberechtigten.

2 Informationen zur Schule

Die Gesamtschule Niederzier/Merzenich ist die einzige weiterführende Schule der beiden Gemeinden Merzenich und Niederzier, die sich 1992 zu einem Schulverband zusammengeschlossen haben. Beide Gemeinden sind für die Ausstattung der Schule verantwortlich und kommen diesem Auftrag in besonderer Wiese nach. So sind zum Beispiel die Klassen- und Fachräume flächendeckend mit Smartboards und Laptops ausgestattet.

Der Unterricht findet an den beiden Standorten Merzenich (Abteilung I, Jahrgänge 5-7) und Niederzier statt (Abteilung II, Jahrgänge 8-10; Abteilung III, gymnasiale Oberstufe, Jahrgänge EF, Q1 und Q2). Die Standorte sind 9 Kilometer voneinander entfernt, sodass einige Kolleginnen und Kollegen zwischen den beiden Gemeinden pendeln müssen, wenn sie an beiden Standorten unterrichten. Anträge zur Erstattung der Fahrtkosten für diese Fahrten werden gemäß Errichtungsbeschluss von 1992 über die Bezirksregierung Köln erstattet.

Aktuell (Stand Schuljahr 2018/2019) besuchen 1100 Schülerinnen und Schüler die Gesamtschule Niederzier/Merzenich.

Es werden alle Abschlüsse, einschließlich der allgemeinen Hochschulreife, vergeben.

Das Einzugsgebiet der Schule reicht von Nörvenich bis Titz. Die Schülerinnen und Schüler erreichen die Schule mit dem ÖPNV.

Alle Klassen werden von zwei Tutorinnen und Tutoren begleitet, in der gymnasialen Oberstufe kommt zu jedem Jahrgang ein Beratungslehrer oder eine Beratungslehrerin hinzu.

In den Jahrgängen 5 -7 findet der Unterricht im Klassenverband statt. Am Standort Niederzier gilt das Lehrerraumprinzip. Die Unterrichtsstunden dauern 60 Minuten.

Ab dem Jahrgang 6 wählen alle Schülerinnen und Schüler ein Wahlpflichtfach, das bis zum Ende des Jahrgangs 10 als Hauptfach unterrichtet wird. Die Schülerinnen und Schüler können wählen zwischen Arbeitslehre, Darstellen und Gestalten, Französisch und Naturwissenschaften.

Ab Jahrgang 8 werden die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik auf zwei Anspruchsebenen als Grundkurs (G-Kurs) oder Erweiterungskurs (E-Kurs) unterrichtet. Außerdem können die Schülerinnen und Schüler ab dem Jahrgang 8 Latein wählen. In der gymnasialen Oberstufe wird ab der EF Italienisch als neu einsetzende Fremdsprache angeboten.

Unterstützt werden Kolleginnen und Kollegen und die Schülerinnen und Schüler von drei Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie von vier Sonderpädagoginnen und -pädagogen. Der Unterricht durch Sonderpädagoginnen und -pädagogen ist hinsichtlich der Personalausstattung und zeitlichem Volumen nicht konstant.

Am Tag der offenen Tür (Samstag vor dem ersten Advent) präsentiert sich die Schule der Öffentlichkeit.

3 Abteilung I

3.1 Übergangskonzept

Beratung und Information zum Übergang

In einem Anschreiben an alle Grundschulen im Einzugsbereich teilen wir den Grundschullehrerinnen und -lehrern alle wichtigen Termine mit. Ebenso bieten wir an, an Informationsabenden, Elternabenden etc. teilzunehmen, um unsere Schule mit ihren Bildungsgängen und Abschlüssen vorzustellen.

Grundschullehrerinnen und -lehrer, Eltern und Schülerinnen und Schüler werden gezielt zum „Tag der offenen Tür“ im November eingeladen. Die Eltern und Schülerinnen und Schüler haben an diesem Tag Gelegenheit, unsere Schule kennen zu lernen, sowie Fragen zu stellen und Informationen zu erhalten. Ergänzend dazu findet ein Informationsabend für die interessierten Eltern statt.

Bis zu den Anmeldetagen können Eltern bei Bedarf Gesprächstermine mit der Abteilungsleiterin vereinbaren. Nach Abschluss des Aufnahmeverfahrens findet im Juni erneut eine Informationsveranstaltung für die Eltern der aufgenommenen Schülerinnen und Schüler statt.

Einige Wochen nach Beginn des neuen Schuljahres treffen sich die Tutorinnen und Tutoren des Jahrgangs 5 mit den ehemaligen Grundschullehrerinnen und -lehrern auf einem Lehrersprechtag, um Erfahrungen und Beobachtungen zur Lern- und Leistungsentwicklung, sowie zur Entwicklung der Sozialkompetenz ihrer ehemaligen Schülerinnen Schüler auszutauschen.

Zusammenarbeit mit den Grundschulen

Die Zusammenarbeit mit den Grundschulen ist ein zentraler Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit und wird fortlaufend gepflegt. Dazu finden Besuche an den Grundschulen durch Mitglieder der Schulleitung sowie Gesprächsrunden mit der gesamten Schulleitung der Gesamtschule Niederzier/Merzenich und den Schulleitungen der Grundschulen statt.

Arbeitskreis Grundschule - Weiterführende Schulen

Die Gesamtschule Niederzier/Merzenich arbeitet seit einigen Jahren im regionalen Arbeitskreis mit, um Informationen über die Arbeit in den Grund- und weiterführenden Schulen zu erhalten, sowie die Gestaltung des Übergangs gemeinsam zu reflektieren. Wir erhalten Informationen darüber, welche Kenntnisse und Fertigkeiten Schülerinnen und Schüler mit in die Sekundarstufe I bringen, die wir aufgreifen und weiterführen können, sowie tieferen Einblick in die Richtlinien und Lehrpläne für Grundschulen.

Die erste Schulwoche

Für neue Schülerinnen und Schüler wird die erste Woche besonders gestaltet:

1 Tag Mittwoch Willkommen in der GE Niederzier/Merzenich
Einschulungsfeier
2 Tag Donnerstag Struktur im Alltag - Mein Job
3 Tag Freitag Wir sind eine Schule - Wir sind eine Klasse
4 Tag Montag Helfen - aber Wie?

Diese Schwerpunkte sollen helfen die notwendigen organisatorischen Elemente während der ersten Woche mit pädagogischer Arbeit und Spaß zu kombinieren.

Mit diesen Themen werden sowohl ein sozialer Umgang miteinander, die Bildung der Klassengemeinschaft als auch das Gelingen von Aufgaben in der Schule eingeübt und gefördert.

Die neuen 5er werden durch Patinnen und Paten aus dem Jahrgang 7 unterstützt, die sich um diese Aufgabe bewerben müssen.

3.2 Ganztag

In der Abteilung I haben die Jahrgänge 5 und 6 einen verpflichtenden Ganztag und werden montags, mittwochs und donnerstags von 8.00 bis 15.40 Uhr und dienstags und freitags von 8 bis 13.25 Uhr unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 7 haben nicht an jedem Nachmittag Unterricht.

Arbeitsstunden

Sie bieten Freiraum zur Erledigung meist schriftlicher und auch individueller Aufgaben (Wochenplan) oder dienen zur Erledigung von Hausaufgaben im Jahrgang 7.

Arbeitsgemeinschaften/ AGs

Alle Schülerinnen und Schüler haben in der Abteilung I die Möglichkeit, an einer AG teilzunehmen. Diese finden donnerstags jahrgangsübergreifend für die Jahrgänge 5 und 6 statt.

Angebote in der Mittagspause

Für die Schülerinnen und Schüler stehen im Ganztagsbereich verschiedene Räume im Schulgebäude zur Verfügung, die von ihnen selbst verwaltet und gestaltet werden. Zudem bieten Lehrerinnen und Lehrer „offene Angebote“ an.

  • Leise-Spiele Raum

Schülerinnen und Schüle organisieren und verwalten die Ausleihe verschiedener Gesellschaftsspiele. Sie können auch eigene Spiele mitbringen, sitzen und lesen, malen oder leise Gespräche führen.

  • Laute-Spiele Raum

Zur Ausstattung gehören zwei Tischtennisplatten, ein Billard und ein Kicker. Die Nutzung wird von Schülerinnen und Schülern organisiert.

  • Tea-Room

Dieser Raum wird von Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 7 betreut und ist ein Treffpunkt zum Entspannen, Klönen oder Tee trinken.

  • Kombiraum

Der vierte Raum im Ganztagsbereich befindet sich zurzeit noch in der Umgestaltung. Er wird als Darstellen und Gestalten- Raum sowie von der Musikschule und für das „ganz O(H)R-Projekt“ genutzt.

  • Schülerbibliothek

Diese öffnet in den Mittagspausen und wird von Eltern und Kolleginnen und Kollegen mit betreut. Die Schülerinnen und Schüler können in der Bibliothek Bücher ausleihen oder sie dort lesen. Dafür stehen gemütliche Sitzgelegenheiten zur Verfügung.

  • Streitschlichter-Raum

Hier finden Schlichtungsgespräche, die AG-Streitschlichtung, sowie Treffen der Streitschlichter statt.

  • Kunsträume

Weiterhin gibt es im Ganztagsbereich zwei Kunsträume, die häufig für „Offene Angebote“ geöffnet sind.

Außenbereich der Schule

Zu unserem Schulgebäude in Merzenich gehören drei Schulhöfe.

  • Hof I ist der Spielebereich. Hier befindet sich eine Hofspiele-Ausleihe, die von Schülerinnen und Schülern der SV gestaltet und verwaltet wird. Auf dem Schulhof gibt es zwei Tischtennisplatten, die auch vor dem Unterricht genutzt werden können.
  • Hof II ist sie ‚ballspielfreie Zone‘ und dient als Ruhebereich für die Schülerinnen und Schüler, die ihre Pause lieber ohne Ballspiele verbringen.
  • Hof III bietet einen Ruhebereich. Ein zweiter Teil besteht aus einem vom DFB gesponsorten Kleinspielfußballfeld, das gemeinsam mit der angrenzenden Grundschule genutzt wird. Hier gibt es einen von der SV abgestimmten und erstellten Spiele-Plan und regelmäßige Turniere zwischen Schülerinnen und Schülern verschiedener Jahrgangsstufen. Als Höhepunkt findet in der Regel pro Schuljahr ein Turnier unter Beteiligung der Lehrerinnen und Lehrer statt.

3.3 Mensa

Zum Ganztagsbereich gehört ebenso eine Mensa, in der zwei verschiedene warme Gerichte angeboten werden.

Der Kiosk in der Mensa ist auch in den Vormittagspausen geöffnet.

In der Mensa können die Schülerinnen und Schüler frühstücken, etwas trinken, sitzen und reden. Sie ist ein Ort der Kommunikation und des Austausches. Der Mensabereich ist morgens bereits ca. eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn geöffnet. Die Schülerinnen und Schüler können frühstücken bzw. die Schülerinnen und Schüler, die den Standort Niederzier besuchen, können hier auf ihren Bus warten.

3.4 Konzept Offene Bühne

Die Offene Bühne wird regelmäßig mit ca. vier Veranstaltungen pro Schuljahr in der Mittagspause in der Abteilung I durchgeführt, die auf eigens für die Veranstaltung gestalteten Plakaten angekündigt werden.

Sie bietet eine Plattform für alle Kurse, Klassen und AGs, die ein Ergebnis einem Publikum präsentieren wollen. Viele Beiträge entstehen in den Fächern Darstellen und Gestalten, Deutsch, Englisch, Kunst oder Musik. Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Chance, ihre Beiträge öffentlich aufzuführen. Es wird somit eine Möglichkeit geschaffen, für die große Bühne des Schulvarietés und für andere Schulveranstaltungen das öffentliche Auftreten zu üben und Lampenfieber oder Hemmungen abzubauen.

Das von Schülerinnen und Schülern moderierte Programm ist mit einer Gesamtdauer von ca. 30 Minuten kurzweilig und die einzelnen Beiträge sollten nicht länger als 5 Minuten dauern. Für die Veranstaltungstechnik stehen ein Verfolger, mehrfarbiges Bühnenlicht und ein einfaches Audiosystem zur Verfügung, die von Schülerinnen und Schülern bedient werden.

Bisher gab es Beiträge aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Pantomime, Kunst (Präsentation von Bildern mit Texten) und improvisierten Rollenspielen.

Weitere Aufführungs- und Präsentationsmöglichkeiten von künstlerischen Produkten jenseits der Offenen Bühne sind in regelmäßigen Abständen Kunstaustellungen im Wasserturm der Gemeinde Merzenich, sowie Auftritte der Schülerband und des Chors ChorAlle bei vielen Feiern in der Schule.

4 Abteilung II

Ab dem achten Jahrgang wird der Unterricht zunehmend differenziert. Die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik werden in Grund- und Erweiterungskursen unterrichtet, ab dem Jahrgang 9 auch das Fach Chemie.

Die INSEL (Trainingsraum) wird, wie in Merzenich, von Eltern betreut.

Im Rahmen von JuLab wird die Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich fortgesetzt.

Der DAZ-Deutschunterricht für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund findet, wie schon in Merzenich, auf verschiedenen Ebenen (Alphabetisierungskurs/SGF/ISFI/ISF II) statt.

Berufswahlorientierung

In allen Jahrgängen werden die Schülerinnen und Schüler auf die Berufswelt vorbereitet, sowohl im Rahmen von Praktika, als auch in einzelnen Veranstaltungen.

Förderung/offene Angebote

Anknüpfend an die Förderung der Schülerinnen und Schüler im Fach Deutsch wird das Förderkonzept in den Jahrgängen der Abteilung 2 fortgesetzt.

Dazu kommen zahlreiche offene Angebote in den Mittagspausen, in denen Lehrerinnen und Lehrer Förderangebote in verschiedenen Fächern, auch in Deutsch, Englisch und Mathematik anbieten.

Besondere Projekte

Zu Beginn jedes Schuljahres findet ein Projekt zur Gewaltprävention für die Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs statt. Dieses Projekt wird von den Wellenbrechern, einem Träger der freien Jugendhilfe, durchgeführt und aus den Einnahmen vom Sponsored Walk finanziert.

Mit der benachbarten Senioren-Wohnanlage finden regelmäßig Mehrgenerationenprojekte, wie beispielsweise wöchentlicher Kunstunterricht, statt. Schülerinnen und Schüler unserer Schule besuchen die Senioren regelmäßig und es gibt eine gemeinsame Veranstaltung, um das Sportabzeichen abzulegen. Vertreter der Senioren nehmen an vielen Veranstaltungen wie beispielsweise den Abschlussfeiern oder dem Schulvarieté teil.

Von Vertretern der Fortbildungsakademie der deutschen Wirtschaft wird eine Potentialanalyse durchgeführt.

5 Abteilung III

In dieser Abteilung können die Schülerinnen und Schüler die Fachhochschulreife und die allgemeine Hochschulreife erwerben, die zum Studium an allen Universitäten berechtigt.

Die Schülerinnen und Schüler werden in Stammgruppen zusammengefasst und von zwei Tutorinnen und Tutoren und jeweils einer Beratungslehrerin oder einem Beratungslehrer betreut.

Zu dem umfangreichen Fächerangebot gehören neben der neu einsetzenden Fremdsprache Italienisch ab der Jahrgangsstufe EF auch Philosophie, Erdkunde und Geschichte.
Die bilinguale Ausbildung wird fortgesetzt. Neben dem verpflichtenden Leistungskurs Englisch werden im Grundkursbereich die Fächer Erdkunde oder Geschichte in englischer Sprache unterrichtet.

Mögliche Leistungskurse sind Deutsch, Englisch, Mathematik, Biologie, Sozialwissenschaften und Erdkunde.

In der EF findet im Januar ein dreiwöchiges Sozialpraktikum statt.

Die Studien- und Berufsorientierung wird in der gymnasialen Oberstufe durch die Studienwahlvorbereitung erweitert.

6 Konzepte und Kooperationen

6.1 Förderung an der Gesamtschule Niederzier/Merzenich

Die Förderung aller Schülerinnen und Schüler ist eine zentrale Aufgabe der Schule. Förderung bedeutet, Schülerinnen und Schüler bei der Überwindung von Schwächen zu unterstützen, aber auch Stärken - im Sinne der Forderung - auszubauen.

Neben der individuellen Förderung durch binnendifferenzierende Maßnahmen in jedem Unterricht, hat die Gesamtschule Niederzier/Merzenich ein umfassendes Förderkonzept.

Gefördert wird in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik von Beginn des fünften Jahrgangs an.

Weiter findet individuelle Förderung in zahlreichen offenen Angeboten am Standort Niederzier für die Schülerinnen und Schüler von Jahrgang 8 bis zur Q2 statt.

6.1.1 Mathematik
Verlauf der Förderung im Bereich Mathematik Jahrgang 5/6

Im Fach Mathematik wird im Jahrgang 5 innerhalb der ersten drei Schulwochen im Fachunterricht Mathematik der Bielefelder Mathe-Check (dreigeteilt, im Umfang insg. von 60-90 Min.) geschrieben.

Die individuelle Auswertung zeigt Fördermöglichkeiten und auch Begabungen in den Kategorien: Bruchrechnen, Zuordnungen, Grundbegriffe der Geometrie, Sachrechnen und Grundrechenarten. Die Fachlehrerinnen und -lehrer erhalten von der Koordinatorin die Jahrgangs-, Klassen-, Einzelauswertungen.

In die Fördergruppe Mathematik kommen Schülerinnen und Schüler, die Auffälligkeiten (unterdurchschnittliche/weit unterdurchschnittliche Ergebnisse) in den Bereichen

  1. Grundrechenarten
  2. Sachrechnen
  3. Geometrie (in Kopplung mit schlechten Ergebnissen bei 1. und 2.)

vorweisen. Eine Einverständniserklärung der Eltern wird eingeholt. Die Evaluation erfolgt jährlich.

Forderkurse Mathematik im Jahrgang 7

Im Zuge der Aufhebung der Differenzierung in E- und G-Kurse im Jahrgang 7 wurden Forderkurse im Fach Mathematik eingerichtet.

Anhand von Tests werden individuelle Förderpläne zum Training der Grundfertigkeiten in der Mathematik erstellt. Gefördert wird in den Modulen:

  • Zahlenraum
  • Kopfrechnen
  • Schriftliche Rechenverfahren
  • Messen und Größen
  • Sachrechnen
  • Geometrie

Ergänzend findet ein Aufmerksamkeits- und bei Bedarf auch Wahrnehmungstraining statt. Das Interesse an der Mathematik soll durch motivierende mathematische Spiele und Übungen am Computer/ Smartboard (u.a. des Trainingscenters des Dachverbandes Legasthenie) geweckt werden.

Der Zeitumfang der Mathematikförderung umfasst eine Zeitstunde pro Woche. Gefördert wird parallel zum Unterricht in den Nebenfächern.

Im 6. Schuljahr wird der individuelle Förderplan ergänzt mit Übungen zu lehrplanrelevanten Themen wie zum Beispiel Multiplikation oder Division mit Dezimalzahlen.

6.1.2 Deutsch
Das Deutschförderkonzept an der Gesamtschule Niederzier/Merzenich

Erfolg in der Schule ist nur möglich, wenn Schülerinnen und Schüler sich im Unterricht angemessen ausdrücken können, wenn sie lesen und schreiben können. Sie müssen in der Lage sein, Bildungssprache zu verwenden. Sprech-, Schreib- und Lesekompetenzen müssen daher gefördert werden.

Da dies insbesondere eine Aufgabe des Faches Deutsch ist, fördern und fordern wir unsere Schülerinnen und Schüler schon von Beginn des Jahrgangs 5 an nach einem besonderen Konzept, damit sie ein möglichst hohes bildungssprachliches Kompetenzniveau erreichen.

Förderung im Klassenverband

In den Jahrgängen 5 und 6 wird das Fach Deutsch im Umfang von vier Zeitstunden, statt der geforderten drei, unterrichtet. Die zusätzliche Deutschstunde wird genutzt, um vor allem die Rechtschreibung konsequent zu trainieren. Die Schülerinnen und Schüler lernen die Strategien der Freiburger Rechtschreibmethode (FRESCH) kennen und anwenden. Außerdem werden das Lesen und der Umgang mit Texten geübt. In dieser zusätzlichen Deutschstunde soll im hohen Maße binnendifferenziert gearbeitet werden.

Lesewettbewerb

Einen besonderen Stellenwert erhält das Lesen im Jahrgang 6, da unsere Schülerinnen und Schüler seit mehreren Jahren am Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels teilnehmen. Zunächst werden in jeder Klasse die beiden besten Vorleser ermittelt, wobei die Mitschülerinnen und -schüler als Jury beteiligt sind. Anfang Dezember findet dann unter Leitung der Koordinatorin der Wettbewerb mit den zehn besten Leserinnen und Lesern der fünf Klassen statt. Alle erhalten kleine Preise, die drei Erstplatzierten werden mit einem Buch ihrer Wahl ausgezeichnet. Die Schulsiegerin bzw. der -sieger vertritt unsere Schule auf Kreisebene.

Zudem wird die Lesekompetenz in den Jahrgängen 5 und 6 im AG-Bereich durch das Angebot des web-basierten Programms „Antolin“ gefördert.

Förderung im jahrgangsübergreifenden Förderunterricht

Ein zentraler Bestandteil des Förderkonzepts ist die individuelle Förderung einzelner Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen in den Jahrgängen 5 und 6, die von einer Lehrkraft organisiert und durchgeführt wird. Zu Beginn des Jahrgangs 5 führen die Deutschlehrerinnen und -lehrer die Hamburger Schreibprobe durch. Aufgrund der Diagnose der Testergebnisse werden dann die zehn bis 15 Kinder des Jahrgangs mit den größten Defiziten im Bereich der Rechtschreibung dem Förderunterricht zugewiesen. In zwei Stunden pro Woche besuchen sie den Förderunterricht im eigens eingerichteten Förderraum und lernen in kleinen Gruppen. Im Jahrgang 6 wird der Förderunterricht in einer Stunde pro Woche fortgeführt. In dieser Zeit nehmen die Schülerinnen und Schüler nicht am Fachunterricht der Klasse teil. Dieses Verfahren ist mit den Kolleginnen und Kollegen, an deren Unterricht diese Schülerinnen und Schüler nicht teilnehmen, abgesprochen.

Zu Beginn des Jahrgangs 5 lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst drei der Strategien der FRESCH-Methode (Schwingen, Verlängern, Ableiten) kennen, wenden sie an und verbessern so ihre Kompetenzen im Bereich der Rechtschreibung. Dabei arbeiten alle nach ihrem eigenen Tempo. Etwa ab den Herbstferien arbeiten dann alle Kinder individuell mit Arbeitsplänen an ihren eigenen Fehlerschwerpunkten. Dabei werden zum einen die erlernten Strategien regelmäßig wiederholt, aber auch andere Regeln, wie zum Beispiel die Groß- und Kleinschreibung, werden hinzugenommen. Neben Arbeitsblättern sehen die Arbeitspläne Eigen- und Laufdiktate sowie Aufgaben, die am Computer gelöst werden, vor. So lernen die Förderschülerinnen und -schüler zudem den Umgang mit den Laptops, die im Förderunterricht zur Verfügung stehen. Außerdem enthält jeder Arbeitsplan ein Spiel, mit dem die verschiedenen Rechtschreibphänomene abwechslungsreich geübt werden. In welcher Reihenfolge die Aufgaben bearbeitet werden, entscheiden die Schülerinnen und Schüler selbst. Aufgrund der kleinen Gruppen hat die Förderlehrerin viel Zeit für jedes einzelne Kind und kann jederzeit bei auftretenden Schwierigkeiten unterstützen. Dabei wird ein weiteres Ziel des Förderunterrichts erreicht, nämlich dass die Schülerinnen und Schüler immer selbstständiger werden und auch lernen, Aufgabenstellungen gründlich zu lesen und Hilfsmittel, wie zum Beispiel den Wortprofi (Rechtschreiblexikon) zu nutzen. Außerdem fällt es vielen in der kleinen Gruppe leichter, sich über einen längeren Zeitraum konzentriert mit einer Aufgabe zu beschäftigen. Die Kontrolle der erledigten Aufgaben erfolgt durch die Förderlehrerin, die ein Feedback gibt, beim Berichtigen unterstützt und so Hinweise erhält, um den weiteren Lernprozess zu steuern.

In den letzten zehn bis 15 Minuten der Förderstunden üben die Schülerinnen und Schüler flüssiges und genaues Lesen. Sie geben sich selbst ein Feedback, indem sie den Schwierigkeitsgrad der Leseaufgabe beurteilen, aber sie lesen auch der Förderlehrerin das Geübte vor.

Um den Lernfortschritt zu überprüfen, wird halbjährlich der Test wiederholt. So kann die Förderlehrerin sehen, ob und in welchen Bereichen schon Erfolge erzielt wurden und an welchen Fehlerschwerpunkten weitergearbeitet werden muss. Die Eltern erhalten im Rahmen des Elternsprechtags eine Rückmeldung zu den Lernfortschritten und dem Arbeitsverhalten ihrer Kinder.

Der Besuch der Förderstunden wird auf dem Zeugnis halbjährlich dokumentiert.

Mit dieser Förderung in den Jahrgängen 5 und 6 setzen wir auch die Empfehlungen zur „Förderung von Schülerinnen und Schülern bei besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens (LRS)" um. (Informationsschrift zum LRS-Erlass NRW: BASS 14-01 Nr.1, Stand: 01.04.2015)

Laut Beschluss der Fachkonferenz Deutsch werden bei Klassenarbeiten und schriftlichen Übungen die Rechtschreibleistungen der dem Förderunterricht zugewiesenen Kinder nicht in die Beurteilung aufgenommen. Dies gilt bis zum Ende des Jahrgangs 7. Zu Beginn des Jahrgangs 8 wird erneut die Hamburger Schreibprobe (HSP 7-8) durchgeführt und aufgrund der Ergebnisse festgelegt, bei welchen Schülerinnen und Schülern die Rechtschreibleistungen nicht in die Beurteilung aufgenommen werden. Die Festlegung erfolgt durch die Fachkonferenz Deutsch in Absprache mit der Abteilungsleitung II.

Profilkurs im Jahrgang 7

Zielgruppe des Profilkurses im Jahrgang 7 sind Schülerinnen und Schüler, bei denen noch unklar ist, ob sie am Ende des Jahrgangs 7 dem Deutsch-E-Kurs zugewiesen werden, weil sie im Bereich Ausdruck und Grammatik noch unsicher sind. Die Schülerinnen und Schüler verpflichten sich, wenn die Mitschülerinnen und Mitschüler schon frei haben, den Profilkurs regelmäßig zu besuchen. Die Deutschlehrerinnen bzw. -lehrer schlagen basierend auf den schriftlichen Leistungen und der Arbeitsbereitschaft im Deutschunterricht vor, wer für den Profilkurs infrage kommt. Erwartet wird eine motivierte Mitarbeit.

Wiederholt und vertieft werden Grundbegriffe der Grammatik, aber vor allem das Ausdrucksvermögen wird geschult. Zwar arbeiten in diesem Kurs alle an denselben Themen, aber es gibt binnendifferenzierende Maßnahmen, z.B. werden die Methoden so gewählt, dass das Arbeitstempo individuell ist und schnelle Schülerinnen und Schüler auch zusätzlich anspruchsvollere Aufgaben erhalten.

Profilkurs im Jahrgang 8 und 9

Nach dem Wechsel der Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Jahrgangs 8 nach Niederzier wird der Profilkurs von einer Lehrkraft am Standort Niederzier fortgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler besuchen einmal in der Woche den Profilkurs und nehmen in dieser Zeit, in Absprache mit den Kolleginnen und Kollegen nicht am Unterricht der Klasse teil.

Zugewiesen werden die Schülerinnen und Schüler von den Fachlehrerinnen und -lehrern in Merzenich am Ende des 7. Jahrgangs bzw. ab dem Ende des ersten Halbjahres im Jahrgang 8 von den unterrichtenden Fachlehrerinnen und -lehrern. Zielgruppe sind gute G-Kurs-Schülerinnen und Schüler, die bei der möglichen Aufstufung in den E-Kurs unterstützt werden, sowie schwache E-Kurs-Schülerinnen und Schüler, die ihre Leistungen stabilisieren sollen, damit sie nicht abgestuft werden. Erwartet wird eine motivierte Mitarbeit. Seit Bestehen der Profilkurse gelang etwa einem Drittel der G-Kurs-Schülerinnen und Schüler die Aufstufung in den E-Kurs.

Die Themen der Profilkurse sind angebunden an die Unterrichtsvorhaben in den Deutschkursen die Bereiche

  • Reflexion über Sprache: vor allem Wortarten, Satzreihe und Satzgefüge, Rechtschreibung
  • Sprechen: z.B. Vortragstechnik, Argumentieren
  • Schreiben: z.B. Inhaltsangabe, Analyse von Texten
  • Lesen: z.B. Umgang mit Sachtexten und literarischen Texten.
6.1.3 Englisch

Zu Beginn des Schuljahres 2017/18 bekamen die ersten Schülerinnen und Schüler des derzeitigen 5. Schuljahres die Möglichkeit am Englischförderunterricht teilzunehmen. Seitdem ist der Englischförderunterricht an der Gesamtschule Niederzier/Merzenich im sukzessiven Ausbau. Im Schuljahr 2018/19 nehmen bereits Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 5 und 6 am Englischförderunterricht teil. Ab dem Schuljahr 2019/20 sollen Schülerinnen und Schüler des 7. Schuljahres die Möglichkeit bekommen an einem Profilkurs im Fach Englisch teilzunehmen.

Über die Aufnahme im Englischförderunterricht entscheidet derzeit eine einstündige, schriftliche Lernstandsermittlung. Diese berücksichtigt die Kompetenzbereiche Hörverstehen, Leseverstehen, Wortschatz und Schreiben. Ein Schwerpunkt wird hierbei auf den Bereich Wortschatz gelegt. Thematisch sind alle Aufgaben entsprechend den Vorgaben des Fachs Englisch für die Grundschule. Die Rechtschreibung wird bei der Ermittlung der erreichten Punktzahl nicht berücksichtigt. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass in der Grundschule der Spracherwerb im Fach Englisch vor allem verbal stattfindet. Die Lernstandsermittlung wird in der vierten Stunde des regulären Englischunterrichts durchgeführt. Dieses Vorgehen soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, sich mit ihren Fachlehrerinnen und -ehrern vertraut zu machen und ihr Vorwissen aufzufrischen, um dieses in der Lernstandsermittlung zuverlässig abrufen zu können. Die Fachlehrerinnen und -lehrer erhalten nach der Bewertung der Lernstandsermittlung eine Übersicht mit den Ergebnissen ihres Kurses und die Information darüber, wer künftig am Englischförderunterricht teilnehmen wird.

Über den Verbleib im Englischförderunterricht wird zu jedem Halbjahr in der Zeugniskonferenz entschieden. In diesem Rahmen werden auch die Neuaufnahmen in den Englischförderunterricht beraten.

Der Englischförderunterricht findet für die Schülerinnen und Schüler während des regulären Unterrichts statt, das heißt, sie nehmen in diesen Stunden nicht am regulären Unterricht teil. Alle Förderschülerinnen und -schüler besuchen - sofern möglich - an zwei Schulstunden pro Woche den Englischförderunterricht. Um dies möglichst vielen Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, werden sie jahrgangsübergreifend eingeteilt.

Im Englischförderunterricht des 5. Jahrgangs arbeiten die Schülerinnen und Schüler an Material, das an das Schulbuch angelehnt entwickelt wurde. Das selbstverantwortliche und eigenständige Lernen müssen die meisten Schülerinnen und Schüler noch lernen. Dies wird ihnen zusätzlich über das Material ermöglicht. So haben die Schülerinnen und Schüler einerseits ein Gerüst, das ihnen die nötige Sicherheit gibt; gleichzeitig werden sie jedoch über Checklisten angeleitet, ihren Lernprozess eigenständig zu verfolgen und zu reflektieren. Das Material ist auf eine eigenständige Erarbeitung angelegt und mit entsprechenden Hilfestellungen versehen. Die Lehrkraft nimmt die Rolle der Lernbegleitung und -beratung ein und steht stets für Fragen zur Verfügung.

Im 6. Jahrgang arbeiten die Schülerinnen und Schüler nicht länger an schulbuchbegleitendem Material. Sie sollen nun die Verantwortung für ihren Lernprozess übernehmen und eigenständig, ggf. nach Beratung durch die Lehrkraft, Material auswählen und bearbeiten. Sie können dabei aus einem Fundus an Material der verschiedenen Kompetenzbereiche des Fachs Englisch auswählen. So findet sich zum Beispiel Material zur englischen Grammatik, aber auch zu den vielfältigen Methoden des Vokabellernens. Die Schülerinnen und Schüler haben also auch die Gelegenheit, das Lernen zu lernen. Die Kontrolle erfolgt, sofern es sich um geschlossene Aufgabentypen handelt, selbstverantwortlich über ausgehändigte Lösungen.

Ziel soll es in Zukunft sein, den Englischförderunterricht so weiterzuentwickeln, dass den Schülerinnen und Schülern ein noch größerer Raum zur Freiarbeit mit ansprechendem und abwechslungsreichem Material geboten wird. Hierfür muss weiteres Material zusammengestellt, angepasst und entwickelt werden. So sollen alle Lerntypen angemessen berücksichtigt und die Motivation der Schülerinnen und Schüler zusätzlich gesteigert werden. Es sollen den Schülerinnen und Schülern zukünftig mehr digitale Inhalte zur Verfügung stehen, und das analoge Material soll so umgestellt werden, dass das Material langfristig wiederverwendet werden kann. So soll auch die Umweltbelastung durch Kopien reduziert werden. Es werden mehr Hilfsmaterialien erstellt werden, so dass die Schülerinnen und Schüler noch selbstständiger ihren eigenen Fragen nachgehen können und eine noch größere Differenzierung ermöglicht wird.

Der Profilkurs des 7. Jahrgangs, der ab dem Schuljahr 2019/20 angeboten werden wird, soll jenen Schülerinnen und Schülern, bei denen eine erfolgreiche Teilnahme am E-Kurs ab der 8. Klasse noch nicht sicher prognostiziert werden kann, die Möglichkeit bieten einmal pro Woche zusätzlich ihre Englischkenntnisse zu vertiefen. Dadurch sollen die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit erhalten, ihre Kompetenzen merklich zu erweitern, um so den Besuch des Erweiterungskurses zu ermöglichen.

6.1.4 Förderung des Individuums in Modulen

Neben der individuellen Förderung in den Fächern soll auch die Persönlichkeit aller Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Im Modulunterricht (zwei Stunden pro Woche in den Jahrgängen 7 und 8) sind die Inhalte: Werte, Medien, Sprache und Literatur.

Seit dem Schuljahr 2008/2009 gibt es den Unterricht in den Modulen für die Jahrgänge 8, 9 und 10. Grund für deren Einführung war die Forderung alle Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern.

Individuelle Förderung bedeutet, die besonderen fachlichen Stärken und Schwächen jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers optimal zu fördern, daneben sollen aber alle Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeit gefördert werden, indem ihnen neue Horizonte eröffnet werden, Allgemeinbildung in den Fokus gerät und der Doppelauftrag der Schule nach Bildung und Erziehung ernstgenommen wird. So entsteht ein stimmiges Gesamtkonzept der Förderung in der Gesamtschule Niederzier/Merzenich.

Die überfachliche Förderung in den Modulen fand zunächst in den Jahrgängen 8 und 9 und abschlussbezogen in Jahrgang 10 statt. Jede Schülerin und jeder Schüler belegt im Laufe von zwei Schuljahren insgesamt vier verschiedene Module aus vier Bereichen, jeweils für ein Schulhalbjahr. Die Module werden nicht benotet und die vier angebotenen Bereiche waren: Ästhetische Gestaltung, Informatik, Literatur und Sprache. Kolleginnen und Kollegen, die ein Modul anbieten, können dasselbe in zwei Jahren viermal anbieten, es werden auch keine Klausuren geschrieben, was Lehrerinnen und Lehrer deutlich entlastet.

Ab dem Schuljahr 2013/2014 gilt für die Module:

  • Grundsätzlich soll der Lebens- und Anwendungsbezug in den Modulen beachtet werden, sowie im weitesten Sinne eine Produktorientierung. Module sollen sich deutlich von „normalem Unterricht“ unterscheiden.
  • Das Modul Ästhetische Gestaltung wird durch ein Modul Werte ersetzt. Weltethos und weitere ethische Konzepte sind Gegenstand dieses Moduls.
  • Das Modul Informatik wird inhaltlich erweitert zum Modul Medienerziehung, dadurch kommen weitere Aspekte in den Fokus. Die Arbeit am Computer soll nur einen kleinen Teil des Unterrichts ausmachen und der Computerraum wird dadurch auch für andere Modulunterrichte nutzbar.
  • Im Modul Sprache soll die Begegnung mit einer fremden Sprache und Kultur im Mittelpunkt stehen, auch soll kein „klassischer“ Fremdsprachenunterricht stattfinden.
  • Im Literaturmodul sollen nicht nur Werke der Weltliteratur gelesen werden, auch Comics wären möglich, ebenso wie das Einstudieren einer kurzen Szene oder eines kleinen Theaterstücks.
  • Die Module werden in die Jahrgänge 7 - dadurch hat dieser Jahrgang auch mehr Unterricht - und 8 verlegt, in Jahrgang 9 findet ein einstündiges abschlussbezogenes Modul statt, im Jahrgang 10 werden zwei Stunden Wirtschaftslehre unterrichtet („Beruf und Leben“), da dieser Unterricht bisher gekürzt war.
6.1.5 Bilingualer Unterricht

Beginnend mit Jahrgang fünf ist eine bilinguale Ausbildung möglich. Ein umfangreiches Konzept hierzu wurde erarbeitet und wird seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt.

Der bilinguale Unterricht mit dem Fach Englisch beginnt im Jahrgang fünf und kann bis zur Q2 fortgesetzt werden. Das in englischer Sprache unterrichtete Sachfach ist in der Sekundarstufe I Gesellschaftslehre und in der gymnasialen Oberstufe Erdkunde oder Geschichte.

6.1.6 ANTalive

Die Gesamtschule Niederzier/Merzenich ist seit dem Schuljahr 2017/2018 Mitglied im Verein "ANTalive e.V.". ANTalive ist ein eigetragener Verein und bedeutet "Angewandte Naturwissenschaften und Technik live erleben". Im Rahmen der Landesinitiative "Zukunft durch Innovation" wird ANTlive als zdi-Zentrum über das Wissenschaftsministerium in NRW und über die Agentur für Arbeit finanziell gefördert.

ANTalive stellt Kontakte zu Firmen, Universitäten und Schülerlaboren her, um den naturwissenschaftlichen/ technischen Nachwuchs zu fördern.

Der Verein bietet für unsere interessierten Schülerinnen und Schüler zertifizierte Angebote außerhalb der Schule an:

  • eintägige Workshops und mehrtägige Kurse
  • Praktika und Wettbewerbe

Themen im Fach Mathematik:

  • Wie funktioniert GPS?
  • Wie funktioniert Google und was hat das mit Mathe zu tun?

Themen im Fach Physik:

  • Bau einer LED-Taschenlampe

Es ist zudem geplant, einen Kontakt zum Aero|Race.Lab der FH Aachen aufzubauen. Das Aero|Race.Lab ist ein mobiles Schülerlabor der FH Aachen für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II.

Außerdem ist geplant, mit den Mathematik- Leistungskursen einen Workshop der RWTH Aachen zu besuchen.

6.1.7 Kooperation mit dem Schülerlabor JuLab

Seit 2006 besteht zwischen dem Schülerlabor JuLab im Forschungszentrum Jülich und unserer Schule eine Kooperation. Jedes Jahr zum Schuljahresende können sich interessierte Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs um einen der 10 begehrten Plätze bewerben.

Unsere ausgewählten Schülerinnen und Schüler werden in den folgenden Jahren im naturwissenschaftlich-technischen Bereich besonders gefördert, indem sie in den Jahrgängen 7 und 8 an in der Regel fünf ganztägigen Terminen das Schülerlabor besuchen und sich dort mit aktuellen Forschungsthemen beschäftigen. Sie werden in der gesamten Breite der naturwissenschaftlichen Fächer experimentieren, an Exkursionen in die einzelnen Institute teilnehmen und bei Begegnungen mit Wissenschaftlern Einblicke in den Forschungsalltag gewinnen können.

Begleitend zu den Terminen im Schülerlabor findet in unserer Schule - ausschließlich für Kooperationsschülerinnen und -schüler - eine AG statt. Dort werden Inhalte der Schülerlaborbesuche vor- und nachbereitet.

Die Themen des Schülerlabors orientieren sich an den Forschungsschwerpunkten des Forschungszentrums Jülich.

Generell werden die Teilnehmer in vielfältiger Form an die Laborpraxis und ihre unterschiedlichen Techniken und Gerätschaften herangeführt. Unter anderem im Rahmen einer „Laborrallye“. Die Schülerinnen und Schüler erhalten sowohl im Schülerlabor als auch in der AG einen fundierten fachlichen Hintergrund und dürfen eigenständig arbeiten und experimentieren.

Ganz wichtig ist der interdisziplinäre Ansatz. Im JuLab gibt es keine Themen, die sich ausschließlich mit nur einer naturwissenschaftlichen Disziplin beschäftigen. Es ist immer eine Verknüpfung verschiedener Bereiche. So kommen z.B. zu eher physikalischen Themen mathematische oder technische Ansätze. Oder es werden Biologie und Chemie miteinander verknüpft.

Auch die Zusammenarbeit ist von großer Bedeutung. Unseren Schülerinnen und Schülern soll gezeigt werden: Wenn sich alle zusammen einbringen, mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Qualitäten, dann kann viel mehr geleistet werden, als in Einzelarbeit. Entsprechend ist Teamfähigkeit eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme am Projekt. Unsere beteiligten Schülerinnen und Schüler wissen es sehr zu schätzen, dass nur wirklich Interessierte an dieser Kooperation teilnehmen, so dass ein ganz besonderes Lern- und Arbeitsklima entsteht.

Ein weiterer Anreiz: Im Jahrgang 9 bekommen die Kooperationsschülerinnen und -schüler ggf. Unterstützung, wenn es darum geht, im Rahmen des Berufspraktikums einen der begehrten Praktikumsplätze in einem der Institute des Forschungszentrums zu ergattern. Somit kann die Teilnahme an dieser Kooperation unter Umständen sogar wegweisend für den späteren beruflichen Werdegang sein. Zudem erhalten die Schülerinnen und Schüler zum Ende der Stufe 8 eine Bescheinigung über ihre Teilnahme an der Kooperation.

6.2 Leistungsbewertung

Im Schuljahr 2017/2018 wurde ein ufassendes Konzept der Leistungsbewertung erarbeitet und verabschiedet.

6.3 Methodencurriculum

Im Schuljahr 2014/2015 wurde ein Methodencurriculum erarbeitet. Dies enthält wichtige Methoden für den Unterricht, die für Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer ausgearbeitet vorliegen. Es ist auch festgelegt, welche Methode in welchem Jahrgang von welchem Fach eingeführt werden sollen. Es gibt eine Koordinatorin für diesen Bereich, die am Ende jedes Schuljahres die Umsetzung überprüft.

6.4 Digitalisierung und Lernzeiten

Es haben sich im Schuljahr 2018/2019 zwei Arbeitskreise gebildet, die bis Ende des Schuljahres Konzepte zu Digitalisierung und Lernzeiten (im Anschluss an das Konzept zur Leistungsbewertung) vorlegen werden.

6.5 Inklusion

Die Gesamtschule hat eine Beförderungsstelle für diesen Bereich eingerichtet. Ein umfassendes Konzept liegt vor, das fortlaufend weiter ausgebaut wird.

6.6 Deutsch für Flüchtlinge

Es gibt für beide Standorte jeweils eine Kollegin, die diesen Bereich verantwortet. Ein Konzept liegt auch für diesen Bereich vor.

6.7 Studien- und Berufswahlorientierung

Ein umfangreiches Konzept liegt vor. Eine Kollegin koordiniert dieses Bereich. Die wichtigsten Bausteine des StuBo-Konzepts sind:

Jahrgang 7
  • Heranführung der Schülerinnen und Schüler gegen Ende des Schuljahres an die erste Berufsorientierung durch z.B. die Teilnahme an Projekten wie „Komm auf Tour - Meine Stärken - meine Zukunft“ (https://komm-auf-tour.de/)
Jahrgang 8
  • Vorstellung der Berufsorientierungsprojekte inkl. Potenzialanalyse beim Informationsabend für die Erziehungsberechtigten vor den Klassenpflegschaftssitzungen
  • Eintägiger Tutorentag vor den Herbstferien zur Vorbereitung der Berufsorientierung in dem Schuljahr: Vorstellung und Aushändigung des Berufswahlpasses NRW, Information zum „Schnupperpraktikum“, Ausgabe der Elternbriefe und Information für die Praktikumsbetriebe, Beratung hinsichtlich der Praktikumssuche, Besuch des BOB
  • Teilnahme an Potenzialanalyse bei externem Bildungsträger (eintägig)
  • fünftägiges Schülerbetriebspraktikum im 2. Schulhalbjahr (statt des KAoA-Standardelementes Berufsfelderkundung an drei Einzeltagen) und Nachbesprechung in einer Tutorenstunde
  • Besuch des BIZ gegen Ende des Schuljahres
Jahrgang 9
  • Unterricht des Moduls „Beruf und Leben“ (einstündig)
  • Vorbereitung des Praktikums in Arbeitslehre Wirtschaft (einstündig)
  • dreiwöchiges Schülerbetriebspraktikum im Dezember
  • einstündige Berufsorientierungsveranstaltung durch die Beraterin der Agentur für Arbeit mit anschließender erster Einzelberatung
  • Eckdatenvereinbarung zum Weg nach dem 10er Abschluss
  • Besuch der Ausbildungsbörse Arena Kreis Düren
Jahrgang 10
  • Bewerbungstraining durch einen externen Kooperationspartner
  • Angebot zum Besuch der offenen Sprechstunde der Beraterin der Agentur für Arbeit im Schulgebäude (14tägig)
  • Informationen zu Ausbildungsplatzangeboten über die Tutoren und Aushänge
  • Hinweise auf Informationsveranstaltungen der Berufskollegs im Kreis Düren
  • Besuch des Berufsinfomarktes in Jülich auf Antrag möglich
EF
  • Vorbereitung auf das Sozialpraktikum
  • Schullaufbahnberatung zum Ende des 1. Quartals
  • Trainingsangebot zu Bewerbungschreiben 
  • Trainingsangebot zu Bewerbung
Q1
  • Besuch der Messe „Duales Studium“ in Köln
  • Studien- und Berufsberatung „Wege nach dem Abitur“ durch die Beraterin der Agentur für Arbeit
  • Feedback zu Bewerbungsunterlagen
  • Besuch der Messe „einstieg abi“ in Köln
  • Angebot zum Besuch der offenen Sprechstunde der Beraterin der Agentur der Arbeit in der Schule
Q2
  • Besuch der Messe „Duales Studium“ in Köln
  • Feedback zu Bewerbungsunterlagen
  • Angebot zum Besuch der offenen Sprechstunde der Beraterin der Agentur der Arbeit in der Schule
Für die SI und II allgemein
  • Beratungsangebote durch die Koordinatorin für die Studien- und Berufswahlorientierung
  • regelmäßige offene Sprechstunde der Beraterinnen der Agentur für Arbeit
  • Teilnahme am Girls‘ Day / Boys‘ Day möglich
  • Ausbildungsbörse Arena Kreis Düren
  • Informationen und Aushänge zu Angeboten der Bildungsmessen, Fach-, Hochschulen sowie Ausbildungsplätzen
  • Informationsrunden durch Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter,
  • Talent-Scouts sowie der Studienberaterinnen und -berater FH und /oder RWTH Aachen
  • Ausgabe von Informationsbroschüren sowie Magazinen zu Ausbildung und Studium (z.B. planet beruf, unicum, einstieg abi etc.)

6.8 Soziales Lernen

Die pädagogische Arbeit der Gesamtschule Niederzier/ Merzenich steht unter der Überschrift „Verantwortung übernehmen“ und basiert auf einer Kultur der Achtung und Toleranz, der Gewaltfreiheit, der Weltoffenheit. Unsere Schule ist eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage", eine „Schule der Vielfalt" und eine „Weltethosschule".

Die Bildung und die Erziehung der Schülerinnen und Schüler stehen im Zentrum der pädagogischen Arbeit. Schülerinnen und Schülern erwerben und festigen Kompetenzen, die sie zu lebenslangem Lernen befähigen. Dabei sollen sie zu selbstbewussten, eigenverantwortlichen und sozial verantwortlichen Menschen reifen können.

6.8.1 Konzepte am Standort Merzenich

Zum Bereich Soziales Lernen liegt ein umfangreiches Konzept vor, das von einer Arbeitsgruppe von Kolleginnen und Kollegen erarbeitet wurde und sich am Modell des Lion’s Quest orientiert.

Ein gesonderter Bereich ist der Trainingsraum der Schule, hier INSEL (=intensives Nachdenken und selbstständiges Erarbeiten von Lösungen), der an beiden Standorten eingerichtet ist und komplett von Eltern betreut wird. In diesem Trainingsraum haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihr Fehlverhalten in einem geschützten Bereich zu reflektieren und anschließend wieder in den Unterricht zu gehen.

Streitschlichter

In Merzenich werden Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs zu Streitschlichtern ausgebildet, um bei Auseinandersetzungen zwischen Schülerinnen und Schülern zu helfen.

Um Konflikte aber schon in frühem Stadium einzudämmen und lösen zu können, bemüht sich die Gesamtschule Niederzier/Merzenich auf vielfältige Art und Weise, gezielte Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Neben intensiver Betreuung über Tutorinnen und Tutoren sowie Sozialpädagoginnen spielt dabei auch das Prinzip der Streitschlichtung eine Rolle. Unsere Schule bietet Streitschlichtung als offenes Angebot an. Dabei werden Schülerinnen und Schüler aus dem 7. Jahrgang zu Streitschlichtern ausgebildet. Die Gruppe wird von zwei Lehrerinnen betreut. Sie üben den professionellen Umgang mit Konfliktsituationen ein: 'Wie kann man einen Streit schlichten? Welche Art der Gesprächsführung ist sinnvoll?' und Ähnliches sind Themen des praxisorientierten Angebots.

Die ausgebildeten Streitschlichterinnen und Streitschlichter bieten in den Mittagspausen ihre Hilfe an. Dazu trifft man sich im neugestalteten Streitschlichterraum in kleinen Teams mit den entsprechenden Schülerinnen und Schülern.

Es wird dann versucht, offene Gespräche zu führen, Konflikte anzusprechen und zu schlichten, indem gemeinsame Lösungen erarbeitet werden, die für alle akzeptabel sind.

6.8.2 Sozialpraktikum

Alle Schülerinnen und Schüler der EF absolvieren am Ende des ersten Halbjahres ein etwa zweieinhalbwöchiges Praktikum, das neue Erfahrungen im sozialen Bereich ermöglichen soll. Das Praktikum soll Hilfen zur persönlichen Entfaltung in sozialer Verantwortlichkeit geben.

Ziel des Praktikums ist es

  • andere Lebensumstände zu begreifen, Unrecht, Ausgrenzung und Hilfsbedürftigkeit zu erkennen, Menschen zu begegnen
  • den gewohnten/üblichen Blickwinkel zu verlassen, sich selbst einzubringen und zu erproben, ggf. neue Positionen zu beziehen

Die Begegnung mit Menschen, die in mancherlei Hinsicht hilfsbedürftig sind, soll im Mittelpunkt dieser Zeit stehen. Dass körperliche und geistige Gesundheit nicht selbstverständlich ist, dass es wichtig ist, behinderte und nichtbehinderte Kinder in ihrer Entwicklung möglichst optimal zu fördern und Hilfsbedürftige zu unterstützen, soll hier erlebt werden. Erreicht werden kann dies in den verschiedensten Einrichtungen, in Alten- und Pflegeheimen, heilpädagogischen Heimen, Förderschulen, (integrativ arbeitenden) Kindertagesstätten und Schulen sowie anderen sozialen Institutionen.

Das Praktikum wird in der Schule vor- und nachbereitet. Aus einer Vielzahl möglicher Einsatzstellen wählen die Schüler und Schülerinnen zunächst einen Bereich aus, in dem sie ihr Praktikum absolvieren möchten. Während des Praktikums werden sie auf ihren Praktikumsplätzen besucht, und im Anschluss an das Praktikum findet ein Auswertungstag in der Schule statt, an dem sie von ihren Erfahrungen im Praktikum berichten und diese Erfahrungen gemeinsam reflektieren.

6.9 Unterricht in 60´-Einheiten

Der Unterricht findet in 60-Minuten-Einheiten statt. Dadurch wird es im Verlauf des Schultages deutlich ruhiger, da die Räume nicht so oft gewechselt werden müssen und gleichzeitig wird Zeit geschaffen, um in den Unterrichtsstunden Übungsphasen einzubauen.

6.10 Lehrerräume

Mit Einführung der 60-Minuten Unterrichtseinheiten wurde auch das Lehrerraumprinzip eingeführt. Jede Kollegin und jeder Kollege hat einen eigenen Raum (Aufgrund der Anzahl der Räume müssen sich häufig zwei Kolleginnen und Kollegen einen Raum teilen.) und die Schülerinnen und Schüler wechseln zu den Unterrichten die Räume. Die Räume sind dadurch individueller gestaltet und gepflegt.

Am Standort Merzenich findet dagegen das Klassenraumprinzip Anwendung, da die Schülerinnen und Schüler hier bis auf den Wahlpflichtunterricht keinen differenzierten Unterricht haben.

6.11 Lernzentrum

An beiden Standorten ist ein Lernzentrum eingerichtet, das von Lehrerinnen und Lehrern betreut wird. Bis zu 60 Schülerinnen und Schüler haben hier jeweils Platz und arbeiten in Vertretungsstunden an bereitgestellten Materialien.

Durch die Einrichtung dieser Lernzentren konnten die ad-hoc- Vertretungen um 90% reduziert werden.

6.12 Schulgarten

Im Rahmen der Umgestaltung des Schulgeländes im Jahr 2018 wurde ein großer Bereich zur Schaffung eines Schulgartens zur Verfügung gestellt. Im Schuljahr 2018/2019 wird dieser eingerichtet werden.

7 Schülervertretung (SV)

Die Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schüler ist für unsere Schule eine zentrale Angelegenheit. Die Schülerinnen und Schüler werden immer miteingebunden, aber von ihnen gehen auch viele Impulse für die Schulentwicklung aus und sie gestalten das Schulleben entscheidend mit.

Als Beispiel hier die Planung des aktuellen Jahres.

Verkauf von Schulpullis & Schul-T-Shirts

(Elternbrief, Bestellung über die SV)

Thementage
  • Halloween (30.10.)
  • Zivilcourage
  • „Der warme Pulli Tag“ (Januar)
  • Obsttag
  • Valentinstag (14.2.)
  • Nikolausaktion (6.12.)
  • Tag der Kultur (5.11.)
  • Tag der Gleichheit (8.5.)
Soziale Aktionen
  • Sammlung zum Welt-Aids-Tag
  • Sammlung für die „Tafel“ Jülich
  • Weihnachtsdekoration auch in Niederzier
Turniere
  • Fußballturnier
  • Badminton
  • Tischtennis
  • Schach
Kinotage
  • Freitags, im SV-Raum
Varieté (29.3.)
  • Organisation Back Stage
Außengestaltung
  • Hilfe bei den Beeten
  • Hilfe beim Schulgarten (Gewächshaus,…)
Bewegliche Pausen
  • Ausleihe
  • Nutzung der neuen Fußballfeldes, Halfpipe
Oberstufenball (13.12)

8 Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten

Die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten ist uns sehr wichtig und wir sehen die Erziehungsberechtigten als wichtige Partner. An vielen Stellen sind die Erziehungsberechtigten in das schulische Leben eingebunden. Die Zusammenarbeit mit der Schulpflegschaft spielt an dieser Stelle einen herausragende Rolle, für die zurzeit neue Formen der Kooperation entwickelt werden.

8.1 Eltern-/Schüler-Sprechtag

In jedem Schuljahr finden zwei Eltern-/Schülersprechtage statt, an denen die Erziehungsberechtigten zusammen mit den Schülerinnen und Schüler teilnehmen.

8.2 INSEL

Der Trainingsraum wird an beiden Standorten komplett von Erziehungsberechtigten betreut.

8.3 Arbeitsgemeinschaften (AG)

AG am Standort Merzenich werden auch von Erziehungsberechtigten geleitet, ebenso wie Projektgruppen zur Vorbereitung des Tages der offenen Tür.

9 Miteinander Leben

9.1 Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Bildung und Erziehung sind gleichwertige Teile unseres Auftrages als Schule. Zu diesem Auftrag gehört auch, dass die Schule einen Schutzraum gewährleistet, in dem Achtung und Toleranz, Gewaltfreiheit und Weltoffenheit von allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft gelebt werden können. Der Schutz vor körperlichen und seelischen Verletzungen ist eine Grundvoraussetzung, um zu selbstbewussten, eigenverantwortlichen und sozial verantwortlichen Persönlichkeiten reifen zu können.

Gleichzeitig ist die Schule aber auch ein Teil der Gesellschaft und der in ihr wirkenden Strömungen und Gruppierungen, die gerade in letzter Zeit einen Zuwachs rechtspopulistischer Tendenzen mit fremdenfeindlichen und rassistischen Zügen erfahren haben. Der Schule als einem Ort des Miteinanders unterschiedlicher Nationalitäten, Religionen und Kulturen, die sich gegenseitig bereichern können, stehen also gesellschaftliche Kräfte gegenüber, die Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Intoleranz vertreten. Wir sind also nicht nur verpflichtet, unsere Schülerinnen und Schüler zu schützen, sondern auch Rassismus und allgemeiner Intoleranz in der Schule und auch in unserer Außenwirkung aktiv entgegenzutreten, also „Courage“ zu zeigen.

Das Schulnetzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ unterstützt die Schulen in Deutschland bei dieser Arbeit. Am 19. November 2007 wurde die Gesamtschule Niederzier/Merzenich nach intensiver Vorbereitung durch die Schülervertretung im Beisein ihres „Paten“, der Bundesliga- Volleyballmannschaft powervolleys Düren, als Mitglied ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung verpflichtet sich die Schulgemeinde, regelmäßig unterrichtliche und auch außerunterrichtliche Aktionen zur Förderung von Toleranz, Weltoffenheit und Vorurteilsfreiheit durchzuführen.

Schüler aus unserer SV nehmen regelmäßig an den Regionaltreffen in Köln und am Landes- SchülerInnentreffen in Hattingen teil.

Schon vor der Mitgliedschaft hat die SV der Gesamtschule Niederzier/ Merzenich einmal jährlich eine Tagung durchgeführt, bei der unter anderem Themen wie Respekt, die Flüchtlingsproblematik oder Ausgrenzung von Randgruppen und Minderheiten behandelt wurden. Diese Tagungen finden weiterhin statt.

Einmal im Jahr im Januar führt die Schule einen Aktionstag „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ durch. Die Klassen bzw. Jahrgänge führen Projekte durch und machen themenbezogene Exkursionen. Dieser Aktionstag findet regelmäßig zusammen mit „Schule der Vielfalt“ und „Weltethos-Schule“ statt.

Diese Aktivitäten sind allerdings nur ein Teil der schulischen Wertevermittlung und Erziehungsarbeit. Der Einsatz des gesamten Kollegiums im Alltag über Jahre hinweg hat eine Kultur der Weltoffenheit und Toleranz im Selbstverständnis der Schülerschaft fester verankert. Dass Schülerinnen und Schüler in ihrem Anderssein von der überwiegenden Mehrheit der Schülerschaft akzeptiert und angenommen werden, hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt.

9.2 Schule der Vielfalt

Die Gesamtschule Niederzier/Merzenich ist eine „Schule der Vielfalt“, eine Schule ohne Homophobie. Das Thema "gleichgeschlechtliche Lebensweisen" ist meist kein Thema im Unterricht, aber doch immer wieder Thema im Schulalltag - zu oft in Form von Mobbing oder Unverständnis.

Schule der Vielfalt - Schule ohne Homophobie ist keine Auszeichnung und kein "Gütesiegel", sondern ein Projekt, in dem sich offene Schulen selbst durch ihre Aktivitäten für mehr Akzeptanz als Qualitätsmerkmal für ein gutes Schulklima auszeichnen.

Lehrkräfte gehen konsequent gegen homophobe und transphobe Äußerungen und derartiges Verhalten vor und thematisieren dieses innerhalb und außerhalb des Unterrichts.

Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt wird im Unterricht an geeigneten Stellen thematisiert, um Vorurteile und Stereotypen abzubauen, aber auch um Wissen zu vermitteln.

Wir setzen uns nachhaltig gegen Homophobie und Transphobie ein. Wir wenden uns gegen eine Tabuisierung der Themen Homosexualität, Transsexualität und heteronormative Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bi- und transsexuellen Menschen im Schulbereich.

9.3 Weltethos-Schule

Die Idee eines Weltethos wurde erstmals von dem Tübinger Theologen Hans Küng im Jahr 1990 publiziert. Er geht davon aus, dass friedliches Zusammenleben gelingen kann, wenn die Menschen sich auf grundlegende ethische Werte besinnen, die sich in allen großen Religionen finden, und danach leben. Dies sind die Weisungen:

  • Achtet und liebet einander!
  • Hab' Ehrfurcht vor dem Leben!
  • Handle gerecht und fair!
  • Rede und handle wahrhaftig!

Ergänzt werden diese durch die Forderung der Einhaltung der Menschenrechte und die Goldene Regel „Behandle andere Menschen so, wie auch du behandelt werden möchtest“ oder sprichwörtlich „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!“.

Dieses ethische Konzept kann auch für Schulen sinnvoll sein und so entstand die Idee der Stiftung Weltethos in Tübingen, die Auszeichnung „Weltethos-Schule“ ins Leben zu rufen. Ausgezeichnet werden Schulen, die die Idee des Weltethos nachhaltig in ihr Schulprogramm integrieren und ihr Zusammenleben in der Schulgemeinde daran ausrichten.

Die Gesamtschule Niederzier/Merzenich wurde im Jahr 2014 als erste Schule in NRW vom Generalsekretär der Stiftung, Stephan Schlensog, als Weltethos-Schule ausgezeichnet, das Gymnasium Taucha folgte als erste Schule in Ostdeutschland 2015. Schon früh entstand die Idee, eine Partnerschaft der beiden Schulen aus Nordrhein-Westfalen und Sachsen zu initiieren. Zu einem ersten Treffen kam es im September 2016, als Schülerinnen und Schüler aus Sachsen mit begleitenden Lehrerinnen und Lehrern am SV-Wochenende der Gesamtschule Niederzier/Merzenich teilnahmen. Nach diesem ersten Kennenlernen entstand der Wunsch, ein weiteres Treffen zu organisieren.

Das Treffen fand vom 26.-28.4.2018 im Kloster Helfta in Lutherstadt Eisleben statt. Im diesem Rahmen erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler aus Taucha und Niederzier ein Schulethos auf der Grundlage der Idee des Weltethos, das im Schuljahr 2018/2019 in beiden Schulen implementiert wird.

Die im Vorfeld erstellte Vorlage wurde von den Teilnehmern stark überarbeitet, so dass jetzt eine Version von Schülerinnen und Schüler für Schülerinnen und Schüler vorliegt, die aber auch Erwachsene anspricht. Inhaltlich werden die wesentlichen Aspekte des Weltethos aufgenommen.

Text Schulethos

Auf der folgenden Seite wird die abschließende Form des Schulethos vorgestellt: Es war uns wichtig, dass dieser Text auf einer Seite Platz findet.

Zeit aufzustehen

l taucha l weltethos l gnm
Gymnasium Taucha  Schulethos Gesamtschule Niederzier/Merzenich
     

Für uns, die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerinnen und Lehrer, die Erziehungsberechtigten, gilt:

Wir behandeln alle Mitglieder unserer Schulgemeinde menschlich!

Ein menschlicher Umgang miteinander ist oberstes Prinzip. Dabei besitzen sowohl alle Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerinnen, Lehrer und Erziehungsberechtigten die gleiche unantastbare menschliche Würde. Wir gehen menschlich miteinander um und setzen uns für den Schutz der menschlichen Würde aller ein.

Im Schulalltag bedeutet dies:

   
 z schau hin

Schau hin und nicht weg und schreite ein!

Gewaltlosigkeit und Respekt vor dem Leben

Gewalt in keiner Form darf in unserer Schule einen Platz haben.

   
 z wir

Wir anstatt ich!

Solidarität und Fairness

Wir helfen uns gegenseitig, gehen fair miteinander um und stehen uns gegenseitig bei.

   
 z wuerde

Wer lügt, verliert!

Wahrhaftigkeit und Toleranz

Wir gehen ehrlich miteinander um, sind aufrichtig zueinander.

   
 z respekt

Respekt auch vor einem Nein!

Verantwortungsvolle Partnerschaft

Wir respektieren einander und nutzen andere nicht aus.

   

An der Verwirklichung der genannten Forderungen werden wir konsequent arbeiten und dies auch von allen Mitgliedern der Schulgemeinde einfordern.

So wird unsere Schule ein Ort der Sicherheit, Geborgenheit und des friedlichen Zusammenlebens.

10 Ausblick

Das Schulprogramm ist nicht statisch, sondern wird kontinuierlich fortgeschrieben und weiterentwickelt. An diesem Prozess sind alle schulischen Gremien, Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte und Lehrerinnen und Lehrer beteiligt.

Viele Aspekte werden im Schulprogramm nur knapp dargestellt, können jedoch, wenn Interesse besteht, gerne näher erläutert werden. Dies wird in Zukunft verstärkt auf der Homepage der Schule geschehen, die in nächster Zeit überarbeitet und neu gestaltet werden wird.

11 Anhang

Konzepte

Die ausführliche Beschreibung der Konzepte findet sich im internen Bereich der Schule. Eine Einsicht ist über die Schulleitung möglich.

Aktionen und Kooperationspartner

Aktionen und unsere Kooperationspartner werden ohne Wertung aufgelistet. Zum Teil bestehen Kooperationsverträge seit mehreren Jahren.

Ganz O(H)R Musikschule in der Schule
ADAC Achtung Auto
Big Challenge – Englisch Wettbewerb
Känguru Mathe Wettbewerb
Vorlesewettbewerb
Wald-Tag Jg. 6
Fußballturniere 1mal im Jahr
Heimatmuseum (Merzenich früher heute) Projekt
Papiermuseum Projekt
Lesenacht Jg. 5 und 6
White Horse engl. Theater
Komm auf Tour- Einstieg in die Berufsbildung
Herr Köhnen (Polizei) – Prävention/Vorbeugung - regelmäßige Sprechstunden
Louis Braille Schule – Fußballturnier, Projekttag
Ordnungs- und Umweltdienst von Schülerinnen und Schüler durchgeführt
Bürgewaldschule – Austausch Kooperation
Offene Jugendarbeit Merzenich
Jugendamt Kreis DN und Stadt DN
Schulpsychologischer Dienst
ATZ
SPZ
Jugendpsychiatrie
Beratungsstellen (z.B. evang. Gemeinde)
Gesundheitsamt (Zahnärztin/Untersuchungen)
Integrationshelfer (Träger)
Tagesgruppen
Koop mit Bereichsleitung für Reisende/Schausteller
Präsentation Handwerkermarkt Jülich/Niederzier
Teilnahmen Sport/Leichtathletik
Goalballturniere Louis Braille
Teilnahme der 7t Klässler am Köln Marathon
Autorenlesungen
Klassenfahrten Jg. 6
Philharmonie Köln/ Lanxess Arena ‚Klasse – wir singen‘ Aktion
Musikschule Niederzier – Hit Kids am TdoT
Exkursionen Synagoge Köln; Zeitungsmuseum Aachen; …….
Zusammenarbeit mit Förderschulen Sehen/Hören
Brauchtums: Kontakt zu Karnevalsvereinen
Herr Bosdorf – Unterstützung für Running for Kids
Unterstützung der Sorgenkinder Merzenich

Agentur für Arbeit

  • 2-wöchentlich
  • BIZ (Berufsinformationszentrum)

Pro-Familia & Donum Vitae

  • Sexualpädagogische Beratung im Jg. 9

Lions-Club Jülich

  • Aids Beratung Jg. 8

AOK

  • Bewerbungstraining Jg. 10

Louis-Braille-Schule (Förderschule, Schwerpunkt Sehen)

  • Tour der Begegnung
  • Hospitationen
  • Praktika

Coach e.V.

  • Trainings für Schülerinnen und Schüler wie z.B. Zivilcouragetraining

Nolden- und Diening- Stiftungen

  • Stipendien für Schülerinnen und Schüler für Austausche, etc.

Youth for Understanding

  • Langfristiger Schüler-Austausch
  • Organisation von Orientierungs- und Sprachkursen durch Schülerinnen und Schüler

Gemeinde Niederzier

  • Kooperation mit den Flüchtlingen

Universität zu Köln, Fachbereich Kunst

  • Kooperation im Fachbereich Kunst durch Kompaktseminare

Sozialwerk Dürener Christen

  • Kooperation bei Förderschülern und schwierig vermittelbaren Schülerinnen und Schüler

Powervolleys Düren

Exkursionen zu Kunstmuseen in der Region

 (Stand: 11.10.2018)

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