Politiker*innen des Wahlkreises Düren von CDU, SPD, Grünen, FPD und Linken warben um die Stimmen der Erstwähler*innen aus der Oberstufe 

„Als sich vor 16 Jahren am Abend der Bundestagswahl Angela Merkel mit einem launischen Gerhard Schröder auseinandersetzen musste, der seine Wahlniederlage noch nicht anerkennen wollte, da wart ihr alle gerade mal auf der Welt” - so eröffnete Stefan Möller, Schulleiter unserer Gesamtschule die Podiumsdiskussion in der Aula der Schule am Freitag, den 17. September. Tatsächlich ist für die rund 150 Schülerinnen und Schüler, die an diesem Nachmittag in der Aula in Niederzier im Publikum saßen, Angela Merkel so gut wie die einzige Bundeskanzlerin, die sie bewusst miterlebt haben. Am 26. September wird nun, 16 Jahre später, Merkels Nachfolger*in gesucht - und viele der Oberstufenschüler*innen sind nun alt genug, um zum ersten Mal auf Bundesebene wählen zu können.

Und so hatten sie viele Fragen an die Politiker*innen. Moderiert von Lara Dahm und Jan Bittner aus der Jahrgangsstufe 13 ging es 1,5 Stunden lang um Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, Digitalisierung und den Umgang mit Homophobie. Aber auch die Lebensläufe der Berufspolitiker interessierten die Jugendlichen. So berichteten etwa Thomas Rachel (CDU) und Dietmar Nietan (SPD), dass sie sich bereits aus der Schulzeit kennen, als sie beide in Dürener Schülervertretungen aktiv waren. Für die Schüler*innen auch interessant: Sowohl der Kandidat der Grünen, Chris Andrä, als auch der Linken, Valentin Veithen, starteten ihre politische Karriere bei den Sozialdemokraten. Neben Rachel und Nietan war mit Katharina Willkomm (FDP) die dritte Bundestagsabgeordnete auf der Bühne. Die Aachenerin vertrat die erkrankte Dürener Kandidatin Laura Jacobsen-Littig. Ebenfalls verhindert war der Kandidat der AfD, Wolfgang Kochs.

GruppenbildPublikum

Vielleicht auch wegen dessen Abwesenheit waren die Politiker*innen auf inhaltlicher Ebene oft erstaunlich harmonisch: „Hätte man uns vor einigen Jahren gesagt, dass alle Parteien einig darin sind, dass das Thema Klimaschutz Priorität hat, hätte ich das nicht geglaubt”, sagte dann auch Dietmar Nietan. In der Art, wie dieser Klimaschutz umgesetzt werden soll, taten sich dann doch Kontroversen auf. Die Grünen wollen den schnellen Kohleausstieg, die FDP setzt auf Zertifikate-Handel und die CDU sieht die Zukunft im „grünen Wasserstoff, mit dem wir im Kreis Düren Modellregion für ganz Europa werden können”, so Rachel. Im Anschluss gab es Gelegenheit zu Fragen aus dem Publikum, die viele Schüler*innen nutzten. Herr Rachel beantwortete etwa die Frage, warum er nicht wolle, dass 16-Jährige schon wählen dürften (Er antwortete, in die Verantwortung, wählen zu können, müsse man hineinwachsen), Herr Veithen sollte erläutern, warum die Linke aus der NATO aussteigen wolle. Kontrovers wurde es noch einmal beim Thema Vermögenssteuer, die CDU und FDP klar verneinten, die anderen Parteien jedoch befürworten würden.

Wochenlang hatten sich die Schüler*innen der Oberstufenkurse im Fach Sozialwissenschaften auf die Diskussion vorbereitet. „Man hat im Unterricht gespürt, dass die Schüler*innen ein persönliches Interesse an dieser Wahl haben”, so Judith Lövenich von der Fachschaft Sozialwissenschaften.

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